Custom Dimensions in GA4: einrichten und auditieren
Benutzerdefinierte Dimensionen (Custom Dimensions) sind der Hebel, mit dem aus generischem GA4-Tracking eine auswertbare Datenbasis wird - eigene Parameter wie Artikelkategorie, Login-Status oder Mitgliedsstufe landen damit in Berichten und im BigQuery-Export. Gleichzeitig sind sie eine der häufigsten Fehlerquellen im Audit. Diese Seite erklärt Einrichtung und die typischen Stolperfallen.
Was sind Custom Dimensions in GA4?
Custom Dimensions machen eigene Event- oder User-Parameter in GA4 sichtbar. Damit ein Parameter in Berichten erscheint, musst du zweierlei tun: ihn mit dem Event senden und ihn in der Property registrieren (Verwaltung > Benutzerdefinierte Definitionen). Fehlt einer der beiden Schritte, bleibt die Dimension leer.
Event-scoped vs. user-scoped
- Event-scoped beschreibt ein einzelnes Event - z. B.
methodbeimlogin-Event oderarticle_categorybei einemview_item. - User-scoped beschreibt den Nutzer über Sitzungen hinweg - z. B.
membership_level- und wird als User Property gesetzt. - Item-scoped beschreibt einzelne E-Commerce-Artikel im
items-Array.
Falscher Scope ist ein klassischer Befund: Die Werte aggregieren dann nicht wie erwartet.
So richtest du Custom Dimensions ein
- Sende den Parameter zuverlässig mit dem Event (bzw. als User Property).
- Registriere ihn unter Verwaltung > Benutzerdefinierte Definitionen mit dem korrekten Scope.
- Beachte: Custom Dimensions wirken nicht rückwirkend - Daten vor der
Registrierung bleiben unter
(not set).
Typische Audit-Fehler
| Fehler | Symptom | Folge |
|---|---|---|
| Parameter nicht registriert | Dimension fehlt in Reports | Daten unsichtbar |
| Falscher Scope | Werte aggregieren nicht | irreführende Berichte |
| Limit gesprengt | 50 / 25 / 10 überschritten | neue Dimension nicht anlegbar |
| Hohe Cardinality | viele eindeutige Werte | GA4 fasst unter (other) zusammen |
| Ungenutzte Slots | registriert, nie gesendet | verschwendetes Limit |
Wie der Auditor das prüft
Der GA4 Auditor liest deine Custom Definitions über die Admin-API und gleicht sie mit den real ankommenden Parametern aus dem BigQuery-Export ab - so siehst du registrierte, aber leere Dimensionen und gesendete, aber nicht registrierte Parameter auf einen Blick. Property jetzt prüfen.
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Häufig gestellte Fragen
- Was sind Custom Dimensions in GA4?
- Custom Dimensions sind benutzerdefinierte Dimensionen, mit denen du eigene Event- oder User-Parameter in GA4-Berichten sichtbar machst - zum Beispiel Artikelkategorie, Login-Status oder Mitgliedsstufe. Der Parameter wird mit dem Event gesendet und muss zusätzlich in der Property registriert werden, damit er in Reports erscheint.
- Wie viele Custom Dimensions erlaubt GA4?
- Eine Standard-GA4-Property erlaubt 50 event-scoped, 25 user-scoped und 10 item-scoped Custom Dimensions. GA4 360 hebt diese Limits deutlich an. Registrierte, aber ungenutzte Dimensionen kosten Slots - im Audit ein häufiger Aufräumpunkt.
- Was ist der Unterschied zwischen event-scoped und user-scoped?
- Event-scoped Dimensionen beschreiben ein einzelnes Event (z. B. method bei login). User-scoped Dimensionen beschreiben den Nutzer über Sitzungen hinweg (z. B. membership_level) und werden als User Property gesetzt. Falscher Scope ist ein klassischer Audit-Fund, weil die Werte dann in Berichten nicht wie erwartet aggregieren.
- Warum erscheinen meine Custom Dimensions nicht in GA4?
- Meist drei Gründe: Der Parameter wird nicht mit dem Event gesendet, er wurde nie in der Property registriert, oder die Daten liegen vor der Registrierung - Custom Dimensions wirken nicht rückwirkend. Bei zu vielen unterschiedlichen Werten fasst GA4 außerdem unter (other) zusammen (Cardinality).